Praxisgespäche Blog Psychotherapie

Wenn Ängste übermächtig werden

Angst ist ein mächtiges Gefühl, dass die Lebensenergie blockiert, den Kontakt zu sich als und auch zu unseren sozialen Beziehungen hemmt. Die Angst zusammenzubrechen; die Angst vor dem Versagen; die Angst einen Fehler zu machen; die Angst vor dem, was andere denken; die Angst vor dem Misserfolg wie dem Erfolg. Wir hinterfragen aus Angst jede Handlung, unseren nächsten Satz so lange, bis wir schließlich dem Leben teilnahmslos gegenüber stehen und uns abgeschnitten fühlen – leblos.

Das Erleben von Angst zeigt die gleichen Symptome wie akuter Stress und ist eine Begleiterin der Anfangsphase von Stress. Angst als hemmendes Gefühl führt in diesen Momenten zum Verlust der Souveränität und des Selbstvertrauens. Hilflosigkeit wird spürbar und häufig kommen Vergesslichkeit, ein vorübergehender Identitätsverlust bis hin zur Fragmentierung dazu.

Angst zu erleben, betrifft nicht nur die eigene Identität, sondern auch die Beziehungen. Angst verändert die Beziehungen und lässt die Menschen zu Hilfesuchenden werden oder treibt sie in den Rückzug. Die Erklärung liegt in den Beziehungserfahrungen der Kindheit und der dort abgebrochenen Kommunikation. So ist auch hier der Ansatz für eine Angstbewältigung über den Aufbau von Beziehungen zu den Mitmenschen.

Buchempfehlungen

Das große Buch der Gefühle., Udo Baer (2015)

Gefühlslandschaft Angst., Udo Baer und Gabriele Frick-Baer (2015)

Streß, Angst und Handlungsregulation., Ralf Schwarzer (2000)

Grundformen der Angst, Fritz Riemann (2009)

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