AUTONOMIE-AUFSTELLUNGEN ONLINE

Die Online-Autonomie-Aufstellung mit Figuren ist eine lösungsorientierte Intensivtherapie zur Nachverarbeitung von Stress, Aufbau der gesunder Grenzen in Beziehungen und zu traumatischen Erfahrungen. Ziel ist die Stärkung der Struktur und Integration der Selbstanteile. 

Beziehungsprobleme, seelische Belastungen, psychosomatische Schmerzen, negative Selbstbilder verursachen jede Menge Stress. Aktuelle Blockaden gründen häufig auf unverarbeiteten Stress eines frühen Traumaerlebens in der Kindheit. Trauma bezieht sich auf das innere Erleben von Hilflosigkeit, Angst, Gedankenkreisen, Reizbarkeit, Selbstverlust.

Bei Blockaden und Konflikten fehlt die gesunde Grenze bzw. innere Distanzierung. Gefühle sind überwältigend, ein klarer Gedanke ist kaum zu fassen, Streitereien eskalieren oder es herrscht angespanntes Schweigen. Missverständnisse und Kontaktlosigkeit zu sich selbst und zu anderen Menschen werden zu unangenehmen Alltagsbegleitern.

Die systemische Aufstellungsmethode mit Figuren zielt auf die Nachverarbeitung von Stress durch die Förderung der Selbstintegration und einer gesunden inneren Abgrenzung. Die Methode verbindet sich mit dem gestalttherapeutischen Grundverständnis und integriert einen systemischen Lösungsalgorithmus.

ZU SICH SELBST KOMMEN UND LEBENSKRAFT GEWINNEN 

Der Wunsch nach Unabhängigkeit, Freiheit und Autonomie und damit zur Selbstfindung zählt zu den wichtigsten Anliegen in meiner Praxis. Dabei stoßen viele auf ein inneres Dilemma. Sie wünschen sich auf der einen Seite Nähe und Bindung und auf der anderen Seite Distanz und Freiheit. Anpassung, Macht und Kontrolle oder auch die Abspaltung aggressiver Impulse verhindern die eigene Autonomieentwicklung. Psychiater und Psychotherapeuten haben in den vergangenen Jahren zu den destruktiven Symbiosemustern und Autonomiebestrebungen geforscht und verschiedene Methoden entwickelt.

Innere Kritiker, negative Glaubenssätze, verletzende Erfahrungen, konfliktreiche Beziehungen hindern den Menschen sich frei und unabhängig zu fühlen und das eigene Leben zu gestalten. Unverarbeiteter Stress zeigt sich in Triggern, die den Stress reaktivieren und die Handlungsfähigkeit einschränken.

Bei einer mangelnden Abgrenzung können das schlechte Gewissen oder Schuldgefühle auftreten, die als unbewusstes Abgrenzungsverbot verstanden werden können und daran hindern, selbstbestimmt und frei zu leben.

Die lösungsorientierte Intensivtherapie ist durch den Lösungsalgorithmus und der fokussierten Integration der Selbstanteile sehr wirksam. Klienten berichten bereits nach den ersten Aufstellungen über die positiven Effekte. 

Beziehungsklärung bei emotionalen Verstrickungen ist ein wichtiger Bestandteil der Online-Autonomie-Aufstellungen. Oft wird die Aufmerksamkeit mehr auf das Gegenüber gerichtet als auf sich selbst. Dabei werden häufig die eigenen Bedürfnisse zurückgestellt oder man versucht den Anderen an sich anzupassen. Oder man versucht die Probleme des Anderen zu lösen, dessen Schicksal zu tragen, was für beide eine Belastung ist. Die Dynamiken sind Ausdruck einer fehlenden gesunden Abgrenzung.

Die Identifikation mit Glaubenssätzen, Traumata und übernommenen Traumata aus der Familie erzeugen einen enormen Stress. Hier fehlt der gesunde Abstand zur Vergangenheit und die emotionale Distanzierung. Mit der Online-Autonomie-Aufstellung wird unverarbeiteter Stress nachverarbeitet und die Selbstregulierung in Kraft gesetzt.

Autonomie Systemaufstellung

THEMEN

  • Beziehungskonflikte in der Partnerschaft, Familie, Freundschaft, Arbeitskollegen
  • Toxische Beziehungen 
  • Emotionale Abhängigkeiten
  • Nähe-Distanz-Schwierigkeiten, Starker Rückzug
  • Überforderungen, Stress, Erschöpfung
  • Ängste
  • Schwierige Gefühle, Stimmungsschwankungen
  • Traumatische Erfahrungen (Verlust, emotionaler/sexueller Missbrauch, Verlassenheit, Gewalt …)
  • Blockaden 
  • Magersucht, Bulimie, Übergewicht
  • Negative Glaubenssätze, Innere Kritiker oder Richter
  • Psychosomatische Beschwerden, wie Migräne, Verdauungsprobleme, Reizdarm, Schlafstörungen, Bluthochdruck, Neurodermitis, Zysten, Myome, Allergien

Erfahrungsberichte 

Autonomie-Aufstellung

Autonomie-Diagramm

Beziehungsklärung

Traumabewältigung

Glaubenssatz lösen

DIE AUTONOMIE-AUFSTELLUNG

Die Autonomie-Aufstellung mit Figuren macht die fehlende Verbindung zu den eigenen Selbstanteilen, destruktive Identifikationen und eine mangelnde Abgrenzung sichtbar. Daher werden immer die eigenen Selbstanteile – das erwachsene/wahre Selbst und das kindliche Selbst – in Beziehung zu dem Anliegen aufgestellt. Je nach Anliegen handelt es sich um eine Beziehungsklärung mit einer Person und dem Aufbau einer gesunden Grenze oder einer Traumabewältigung durch Desidentifikation mit dem Trauma. Jeder Aufstellungsprozess endet immer mit der Integration der Selbstanteile, um alle Ressourcen zur Verfügung zu haben.

DAUER EINER AUTONOMIE-AUFSTELLUNG

120 Min. Wir vereinbaren einen Termin und du bekommst einen Zoom-Link vorab zugeschickt.

WIE VIELE AUTONOMIE-AUFSTELLUNGEN UMFASST EIN PROZESS?

Abhängig von dem Autonomie-Diagramm und dem Anliegen des Klienten werden mehrere Autonomie-Aufstellungen in Anspruch genommen. Aufstellungen wirken lange nach, so dass der zeitliche Abstand zwischen den Aufstellungen in der Regel größer ist als bei psychotherapeutischen Prozessen (3-4 Wochen).

Die Autonomie-Aufstellung versteht sich als ein Prozess und nicht als ein singuläres Ereignis. Es können in einer Aufstellung nicht alle Probleme gelöst werden. Es zeigt sich in „Schichten“ und nur so viel, wie der Klient auch verarbeiten kann. Trotzdem ist es natürlich auch möglich, einzelne Aufstellungen zu machen, um akute Anliegen zu bearbeiten oder um einfach die Methode kennenzulernen.

Gerne kombiniere ich Autonomie-Aufstellungen mit Einzelsitzungen und binde die Aufstellungsmethode in den psychotherapeutischen Prozess mit ein, d.h. beispielsweise eine Aufstellung, zwei Einzelsitzungen, eine Aufstellung. Je nach Anliegen und Bedarf.

Die Erfahrungen zeigen, dass die Symptomatik effektiver gelöst werden können als mit bisherigen Methoden, so dass eine Integration der Methode sehr fruchtbar für die seelische Entwicklung und die Verarbeitung von Stress ist.

HOLZFIGUREN FÜR DIE AUTONOMIE-AUFSTELLUNG ONLINE

Für die Autonomie-Aufstellung Online brauchst du Holzfiguren. Die Figuren – Holzbauklötze – werden im Aufstellungsprozess als Stellvertreter verwendet.

Bestellen bei:

Müller https://www.mueller.at/p/heros-holzbausteine-25-162211/

Amazon https://www.amazon.de/gp/product/B082YN8F54/ref=ppx_yo_dt_b_asin_title_o00_s00?ie=UTF8&psc=1

AUTONOMIE-FRAGEBOGEN & DIAGRAMM

Vor der ersten Autonomie-Aufstellung gibt es einen Fragebogen und ein Autonomie-Diagramm (Quelle Dr. Ero Langlotz). Beides dient dazu, zu erkennen, wie stark die Autonomie und eine innere Grenze bereits vorhanden sind und wo noch Symbiosemuster wirksam sind.

Das Autonomie-Diagramm ist ein hervorragendes Instrument der persönlichen Weiterentwicklung. Es zeigt den Status Quo und macht auf Trigger und unverarbeiteten Stress aufmerksam.

Autonomie Diagramm

Download Fragebogen
Autonomie-Fragebogen.pdf

Download Autonomie-Diagramm
Autonomie-Diagramm.pdf

Holzfiguren als Stellvertreter

Autonomie-Aufstellung

WAS BEDEUTET AUTONOMIE IN BEZUG AUF BEZIEHUNGEN & TRAUMA?

Symbiosemuster

GESUNDE GRENZEN & EMOTIONALE UNABHÄNGIGKEIT

Das Gefühl vollständig zu sein, eine innere Ruhe und Stabilität gehen mit einer gesunden Selbstverbindung einher. Wenn du dich selbst als vollständig erlebst, wirst du weniger emotionale Abhängigkeiten eingehen, weniger Stress begleiten und deinen gesunden Selbstwert spüren.

Die eigenen Grenzen spüren und wahrnehmen sind wichtige Grundlagen, um sich nicht im Kontakt mit anderen zu verlieren und bei sich bleiben zu können. Ein klares ICH und ein klares DU bringen ein klares WIR hervor.

Eine gesunde innere Grenze befreit aus emotionalen Abhängigkeiten, wie unangemessenen Schuldgefühlen, Stresserfahrungen, Mobbing, unterdrückten Aggressionen.

Konflikte in Beziehungen entstehen im Wesentlichen durch die fehlende gesunde Distanz. Eine gesunde Abgrenzung zu anderen und eine Grenze für den eigenen inneren Raum senken den Erwartungsdruck rapide, ermöglichen ein gelassenes Beisammensein und Respekt auch bei Unterschieden und eine innere Zufriedenheit mit sich selbst ohne ein Mangelempfinden.

BEZIEHUNGEN KLÄREN & AUTONOMIE ERLANGEN

Den Wunsch nach einer gesunden Beziehung auf Augenhöhe höre ich oft. Doch was genau heißt das? Was ist eine ungesunde und was eine gesunde Beziehung? Im Grunde gibt es genau zwei Beziehungsformen: die symbiotische Beziehung (unabgegrenzt) und die autonome Beziehung. 

Bei der symbiotischen Beziehung sucht man die Harmonie in der Anpassung an den Anderen. Oder man möchte, dass der Andere so ist, wie man es gerne hätte > Manipulation. Das erzeugt Druck und Stress. Manche versuchen jede Form der Kritik oder des Konflikts zu unterdrücken, vielleicht auch aus Angst vor Ablehnung. Eigene Bedürfnisse werden unterdrückt oder gar nicht wahrgenommen. So kommt es auf Dauer zu aufgestautem Ärger und Wut. Das führt nicht selten zur Überabgrenzung, um wieder zu sich zu finden. 

Die gesunde Beziehung ist die autonome Beziehung. Erst mit einer gesunden Grenze, wo jeder seinen Raum hat und lebt, findet wahrer Kontakt statt. Wenn ein Mensch gut mit seinen Selbst verbunden ist, kann er sich abgrenzen ohne Schuldgefühle. Es gibt ein Gleichgewicht im Geben und Nehmen. Auch eine gesunde Wut gehört dazu, um den Ummut über Handlungen auszudrücken. Gesunde Wut ist fokussiert und konkret. Es finden keine Verallgemeinerungen statt. Es gibt eine Bewegung zwischen Nähe und Distanz ohne Verlustängste. In einer partnerschaftlichen Beziehung wird eine gesunde Liebe gelebt. Dazu zählt, eindeutig zu sagen, ob man den Partner/Partnerin liebt oder nicht. Jeder übernimmt für sich selbst die Verantwortung. 

Die Entwicklung zur Autonomie und Unabhängigkeit ist die Basis für Kontakt und Nähe auf Augenhöhe. Man passt sich nicht dem anderen an und ist in der Lage den eigenen inneren Maßstäben zu folgen.

STRESS, TRAUMA & AUTONOMIE

Im Kern besteht eine traumatische Erfahrung in dem Erleben, den Gefahren machtlos ausgeliefert zu sein. Dadurch wird eine körperliche Stressreaktion ausgelöst, die nicht kontrolliert werden kann und als grenzenlos erlebt wird. Die daraus resultierende Angst kann sich bis zur Todesangst steigern. Es findet eine Schockstarre statt.

Bei traumatischen Erfahrungen ist die gesunde innere Abgrenzung blockiert und der Kontakt zum Selbst nicht vorhanden oder sehr schwach. Die Angst vor überwältigenden Gefühlen führt zur Abspaltung und Schwächung der inneren Struktur. 

Menschen, die durch verletzende Erfahrungen in einem destruktiven Symbiosemuster leben, können ihre Gefühle im Kontakt mit anderen schwer oder nicht mehr spüren. Die Folge ist, dass sie sich den Bedürfnissen und Wünschen des Anderen anpassen.

Um sich selbst wieder zu spüren und wahrzunehmen, müssen sie aus dem Kontakt bis hin zum Kontaktabbruch. Die Überabgrenzung ist der einzige Weg wieder die Verbindung zu sich selbst herzustellen. Damit sind oft ambivalente Gefühle von Sicherheit, aber auch Einsamkeit und Trauer verbunden.

Menschen, die traumatische Erfahrungen machen mussten, können kaum gesunde und unbelastende Beziehungen zu anderen Menschen eingehen, da sie durch die Traumatisierung den inneren Bezug zu sich selbst verloren haben. 

Eine gesunde Grenze, Differenzierung und Distanzierungen von traumatisierten Anteilen unterstützen die Selbstverbindung.