AUTONOMIE-AUFSTELLUNGEN > BEWÄLTIGUNG VON STRESS, TRAUMA UND EMOTIONALER ABHÄNGIGKEIT

Online-Aufstellung mit Figuren

ENTWICKLUNG ZUR AUTONOMIE & UNABHÄNGIGKEIT

Die Autonomie-Aufstellung mit Figuren zielt auf die Förderung der Selbstintegration und der gesunden Abgrenzung. Der Wunsch nach Unabhängigkeit, Freiheit und Autonomie zählt zu den wichtigsten Anliegen in meiner Praxis. Dabei stoßen viele auf ein inneres Dilemma. Sie wünschen sich auf der einen Seite Nähe und Bindung und auf der anderen Seite Distanz und Freiheit. Innere Kritiker, negative Glaubenssätze, verletzende Erfahrungen, konfliktreiche Beziehungen hindern den Menschen sich frei und unabhängig zu fühlen und das eigene Leben zu gestalten. Auch kann immer wieder ein schlechtes Gewissen aufkommen, was ein Anzeichen für ein unbewusstes Abgrenzungsverbot zu verstehen ist. 

DIE AUTONOMIE-AUFSTELLUNG

Die Autonomie-Aufstellung mit Figuren macht die fehlende Verbindung zu den eigenen Selbstanteilen, destruktive Identifikationen und eine mangelnde Abgrenzung sichtbar. Daher werden immer die eigenen Selbstanteile – das erwachsene Selbst und das kindliche Selbst – in Beziehung zu dem Anliegen aufgestellt.

Die Autonomie-Aufstellung versteht sich als ein Prozess und nicht als ein singuläres Ereignis. Es können in einer Aufstellung nicht alle Probleme gelöst werden. Es zeigt sich in „Schichten“ und nur so viel, wie der Klient auch verarbeiten kann. 

GESUNDE GRENZEN UND DIE SELBSTINTEGRATION

Das Gefühl vollständig zu sein, eine innere Ruhe und Stabilität gehen mit einer gesunden Selbstverbindung einher. Wenn Menschen nicht mit ihren Selbstanteilen verbinden sind, fühlt sich das an wie:

  • sich selbst fremd sein
  • Nicht bei sich sein
  • Irgendwie nicht ganz da
  • Abhängig von anderen
  • erschöpft, ausgebrannt
  • überangepasst
  • depressiv
  • wütend
  • eifersüchtig
  • nicht loslassen können

Die eigenen Grenzen spüren und wahrnehmen sind wichtige Grundlagen, um sich nicht im Kontakt mit anderen zu verlieren und bei sich bleiben zu können. Ein klares ICH und ein klares DU bringen ein klares WIR hervor.

Eine gesunde innere Grenze befreit aus emotionalen Abhängigkeiten, wie unangemessenen Schuldgefühlen, Stresserfahrungen, Mobbing, unterdrückten Aggressionen.

Konflikte in Beziehungen entstehen im Wesentlichen durch die fehlende gesunde Distanz. Eine gesunde Abgrenzung zu anderen und eine Grenze für den eigenen inneren Raum senken den Erwartungsdruck rapide, ermöglichen ein gelassenes Beisammensein und Respekt auch bei Unterschieden und eine innere Zufriedenheit mit sich selbst ohne ein Mangelempfinden.

Online-Psychotherapie mit Videosprechstunde

THEMEN

  • Beziehungskonflikte in der Partnerschaft, Familie, Freundschaft, Arbeitskollegen
  • Emotionale Abhängigkeiten
  • Nähe-Distanz-Schwierigkeiten
  • Starker Rückzug
  • Überforderungen
  • Stress
  • Erschöpfung
  • Ängste
  • Schwierige Gefühle
  • Stimmungsschwankungen
  • Traumatische Erfahrungen (Verlust, Mißbrauch, Bindung, Verlassenheit, Krieg, …)
  • Negative Glaubenssätze
  • Innere Kritiker oder Richter

BEZIEHUNGEN KLÄREN UND AUTONOMIE ERLANGEN

Den Wunsch nach einer gesunden Beziehung auf Augenhöhe höre ich oft. Doch was genau heißt das? Was ist eine ungesunde und was eine gesunde Beziehung? Im Grunde gibt es genau zwei Beziehungsformen: die symbiotische Beziehung (unabgegrenzt) und die autonome Beziehung. 

Bei der symbiotischen Beziehung sucht man die Harmonie in der Anpassung an den anderen. Oder man möchte, dass der andere so ist, wie man es gerne hätte > Manipulation. Das erzeugt Druck und Stress. Manche versuchen jede Form der Kritik oder des Konflikts zu unterdrücken, vielleicht auch aus Angst vor Ablehnung. Eigene Bedürfnisse werden unterdrückt oder gar nicht wahrgenommen. So kommt es auf Dauer zu aufgestautem Ärger und Wut. Das führt nicht selten zur Überabgrenzung, um wieder zu sich zu finden. 

Die gesunde Beziehung ist die autonome Beziehung. Erst mit einer gesunden Grenze, wo jeder seinen Raum hat und lebt, findet wahrer Kontakt statt. Wenn ein Mensch gut mit seinen Selbst verbunden ist, kann er sich abgrenzen ohne Schuldgefühle. Es gibt ein Gleichgewicht im Geben und Nehmen. Auch eine gesunde Wut gehört dazu, um den Ummut über Handlungen auszudrücken. Gesunde Wut ist fokussiert und konkret. Es finden keine Verallgemeinerungen statt. Es gibt eine Bewegung zwischen Nähe und Distanz ohne Verlustängste. In einer partnerschaftlichen Beziehung wird eine gesunde Liebe gelebt. Dazu zählt, eindeutig zu sagen, ob man den Partner/Partnerin liebt oder nicht. Jeder übernimmt für sich selbst die Verantwortung. 

Die Entwicklung zur Autonomie und Unabhängigkeit ist die Basis für Kontakt und Nähe auf Augenhöhe. Man ordnet sich nicht unter und ist in der Lage nach den eigenen inneren Maßstäben zu folgen.

TRAUMA & AUTONOMIE

Im Kern besteht eine traumatische Erfahrung in dem Erleben, den Gefahren machtlos ausgeliefert zu sein. Dadurch wird eine körperliche Stressreaktion ausgelöst, die nicht kontrolliert werden kann – als grenzenlos erlebt wird. Die daraus resultierende Angst kann sich bis zur Todesangst steigern. Es findet eine Schockstarre statt.

Bei traumatischen Erfahrungen ist die gesunde Abgrenzung blockiert und der Kontakt zum Selbst nicht vorhanden oder sehr schwach. Die Angst vor überwältigenden Gefühlen führt zur Abspaltung und Schwächung der inneren Struktur. 

Menschen, die durch verletzende Erfahrungen in einem destruktiven Symbiosemuster leben, können ihre Gefühle im Kontakt mit anderen schwer oder nicht mehr spüren. Die Folge ist, dass sie sich den Bedürfnissen und Wünschen des Anderen anpassen.

Um sich selbst wieder zu spüren und wahrzunehmen, müssen sie aus dem Kontakt bis hin zum Kontaktabbruch. Die Überabgrenzung ist der einzige Weg wieder die Verbindung zu sich selbst herzustellen. Damit sind oft ambivalente Gefühle von Sicherheit, aber auch Einsamkeit und Trauer verbunden.

Menschen, die traumatische Erfahrungen machen mussten, können kaum gesunde und unbelastende Beziehungen zu anderen Menschen eingehen, da sie durch die Traumatisierung den inneren Bezug zu sich selbst verloren haben. 

Eine gesunde Grenze, Differenzierung und Distanzierungen von traumatisierten Anteilen unterstützen die Selbstverbindung.

WIE VIELE AUTONOMIE-AUFSTELLUNGEN UMFASST EIN PROZESS?

Das ist abhängig vom Klient und dem Anliegen. In der Regel werden 6 Autonomie-Aufstellungen, je eine Aufstellung alle 2-3 Wochen, in Anspruch genommen. Aufstellungen wirken lange nach, so dass der zeitliche Abstand zwischen den Aufstellungen in der Regel größer ist als bei psychotherapeutischen Prozessen.

ABLAUF EINER AUTONOMIE-AUFSTELLUNG

Vor der ersten Autonomie-Aufstellung gibt es einen Fragebogen und ein Autonomie-Diagramm. Beides dient dazu, zu erkennen, wie stark die Autonomie und eine innere Grenze bereits vorhanden sind.

Autonomie Diagramm

Quelle: Autonomie-Diagramm – Dr. Ero Langlotz

HOLZFIGUREN FÜR DIE AUTONOMIE-AUFSTELLUNG ONLINE

Für die Autonomie-Aufstellung Online brauchst du Holzfiguren. Diese Figuren kannst du bestellen bei: Müller https://www.mueller.at/p/heros-holzbausteine-25-162211/

Wir vereinbaren einen Termin und du bekommst einen Zoom-Link vorab zugeschickt.

DAUER EINER AUTONOMIE-AUFSTELLUNG

100 Min

EINE FEHLENDE INNERE GRENZE FÜHRT ZU:

  • sich selbst nicht gut abgrenzen zu können
  • sich zu stark abzugrenzen > Überabgrenzung
  • sich für andere verantwortlich zu fühlen
  • nicht mit sich selbst verbunden zu sein
  • manipulieren für Anerkennung 
  • Kontrollsucht und Perfektionismus
  • gesunde aggressive Impulse werden nicht ausgelebt und abgespalten
  • innerlich ist man mit dem Trauma verbunden