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GANZHEITLICHE METHODEN IN DER PSYCHOTHERAPIE & IM COACHING

Die psychotherapeutischen Methoden gründen auf der Gestalttherapie. Die Methoden im Coaching haben wie in der Psychotherapie den ganzheitlichen Gestaltansatz als Basis.

GESTALTANSATZ

Der Gestaltansatz greift auf grundlegende Arbeitsprinzipien und Wirkfaktoren zurück, die auch in der Gestaltberatung, Gestaltpädagogik oder Gestaltsupervision Anwendung finden.

  • Heilung aus der Beziehung
  • Bewusstheit ausweiten
  • Förderung der autopoietischen Selbstregulierung
  • Förderung der Integration
  • Regulierung des Selbstwertgefühls
  • Problemlösung durch Kreativität
  • im Hier&Jetzt arbeiten
  • zum Ausdruck bringen

INTEGRATION VERSCHIEDENER METHODEN

Die Gestalttherapie/Gestaltcoaching bietet eine Fülle an Möglichkeiten, mit Klienten zu arbeiten und zu experimentieren. Aufgrund meiner verschiedenen Ausbildungen in Gestalttherapie, Körpertherapie, Aufstellungen und Achtsamkeit kombiniere ich alle Methoden, um mit Kreativität und Herz mit Menschen zu arbeiten.

Insbesondere für Systemaufstellung hat sich der Gestaltansatz bewährt. Bezugspunkt sind die Wahrnehmung, Empfindungen der teilnehmenden Menschen, die durch achtsamkeitsbasierte Methoden auf ihre Körperwahrnehmungen aufmerksam gemacht werden und diese zum Ausdruck bringen. In Aufstellungen ist es angebracht, Zeit zu lassen, dass sich Bilder entwicklen können. Als Aufstellungsleiter hat man das Thema und das Fachwissen im Hintergrund und ist leer und offen für das, welches Bild sich zeigt.

STRESSORBASIERTE METHODEN

Hintergrund psychischer Störungen ist unverarbeiteter Stress. Dabei kann es sich um punktuelle traumatische Erfahrungen handeln, wie auch um ein chronisches Stresskontinuum mit chronisch belastenden Alltagserfahrungen. 

Symptome und Störungsbilder werden als stressorkomensatorisches Schema (Anpassungen) verstanden, die ein Stressornetzwerk/Traumanetzwerk bilden. Solange unverarbeiteter Stress vorliegt, werden Menschen im außen immer wieder durch sogenannte Trigger/Stressoren belastet. Für die Arbeit mit Stressoren/Stressornetzwerke sind Problemaktualisierung und Ressourcenakivierung zentral.

NEUE ERKENNTNISSE DER GEDÄCHTNISFORSCHUNG

Stressorbasierte Psychotherapie richtet sich auf die Rekonsolidierung des Gedächtnisses. Damit wird die traumatische emotionale Verarbeitung gelöscht, die Erinnerung bleibt. Rekonsolidierung ist das Überschreiben dysfunktionaler gespeicherter Aspekte von Erinnerungen. Dabei ist das Rückfallrisiko gering.

„Der Rekonsolidierungsansatz geht davon aus, dass dysfunktionale abgespeichert Erinnerungen im Nachhinein nicht nur verändert, sondern transformiert werden können. Sie sind in ihrer Wirkung auf die Gegenwart vollständig zu neutralisieren. Es kommt in diesem Prozess der Gedächtnisveränderung zu einem Überschreiben, Updaten oder Löschen der alten Erinnerung. Der Wahrnehmungsteil der Erinnerung bleibt erhalten, Nach einer erneuten Abspeicherung der modifizierten Erinnerung wirkt diese nicht mehr als chronischer Stressor.“
Thomas Hensel, Diplom-Psychologe, Kinder- und Jugendtherapeut, Psychologischer Psychotherapeut