Panikattacken: Symptome loswerden

KÖRPERLICHE SYMPTOME VON PANIKATTACKEN

Panikattacken zeigen sich in abgegrenzten Perioden. Bei einer Panikattacke ist die Angst selbst oft nicht bewusst. Gespürt wird nur die körperliche Symptomatik. 

Mindestens vier der folgenden Symptome gehören zu einer Panikattacke:

  • Gefühl von Atemnot
  • Erregtes Herzklopfen
  • Schmerzen und Unwohlsein in der Brust
  • Erstickungs- und Beklemmungsgefühle
  • Benommenheit, Schwindel oder Gefühl der Unsicherheit
  • Gefühl der Unwirklichkeit
  • Kribbeln in Händen und Füßen (Parästhesien)
  • Hitze- und Kältewallungen
  • Schwitzen
  • Schwäche
  • Zittern und Beben
  • Furcht zu sterben, verrückt zu werden oder während der Attacke etwas Unkontrolliertes zu tun

 

Panikattacken sind nicht mit Platzangst verbunden und auch nicht bedingt durch eine körperliche oder eine andere psychische Störung wie typische Depression, Somatisierungssyndrom oder Schizophrenie.

HILFE BEI PANIKATTACKEN

Therapeutisch sind Panikattacken gut zu bearbeiten und brauchen etwas Geduld beim Klienten. Im ersten Schritt ist es wichtig zu lernen, wie in Situationen mit Panikattacken umgegangen werden kann. In der Regel dauert eine Panikattacke 20-30 Minuten, dann reguliert sich der Körper selbständig. Es ist hilfreich mindestes einmal die Erfahrung gemacht zu haben, dass eine Attacke nicht ewig dauert und der Körper sich auch wieder entspannt, um dem Kontrollverlust entgegen zu wirken.

Für eine Psychotherapie ist es wichtig, die dahinter liegenden Ängste zu bearbeiten und Betroffenen die Freiheit des Fühlens, Denkens und Handelns zurückzugeben. Humanistisch integrativ und gestalttherapeutisch orientierte Therapeuten ermuntern den Angstpatienten darüber hinaus, dem tieferen Sinn der ängstlichen Gehemmtheit nachzugehen, um die neuen Erkenntnisse zu integrieren. Es kommt häufig vor, dass Menschen mit einer Panikstörung in der Therapie zunächst ihre Phobien oder Ängste verschweigen. Die Eltern werden meist idealisiert. Sie werden dann zwar realistisch beschrieben, die einengende Funktion ihres Verhaltens wird aber nicht erkannt bzw. zunächst verneint. Die einengende Funktion können im späteren Leben Partner oder Vorgesetzte einnehmen, die dann die ursächliche Erfahrung triggern. Auch chronisch unerfüllte Bedürfnisse können Auslöser sein. Wenn jemand ein Leben lang mehr auf andere schaut als auf sich selbst und Grenzüberschreitung oder Manipulation seitens eines Gegenübers stattfinden, können Panikattacken ausgelöst werden.

Ziele sind die altersgemäße Autonomie des Klienten zu erreichen und unterdrückte Bedürfnisse wahrzunehmen. Da Panikattacken sich in erster Linie körperlich ausdrücken, sollte auch in der Therapie der Augenmerk auf dem Körper liegen. Für Klienten ist es wichtig, wieder das Kontrollempfinden über den eigenen Körper zu spüren. 

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