Resilienz: Unser seelisches Immunsystem

MIT RESILIENZ SCHWIERIGE ZEITEN ÜBERSTEHEN 

Wie kommt es, dass manche Menschen relativ unbeschadet aus Krisen hervorgehen, während andere daran zerbrechen? Resilienz ist unser seelisches Immunsystem. Es ist die Fähigkeit Lebenskrisen zu meistern. Niederlagen und Misserfolge, Konflikte, berufliche oder persönliche Krisen wie Krankheit, Trennung, Verluste aller Art sind Teil der menschlichen Existenz. Doch jeder Mensch hat eine andere seelische Widerstandsfähigkeit.

Aus tiefenpsychologischer Sicht bedeutet Resillienz, mit Hilfe von Phantasie, Imagination und Intuition Zugang zu inneren Kraftquellen zu finden. Unsere Kraftquellen sind Teil unserer inneren Widerstandsfähigkeit, um die seelische Gesundheit zu stärken und bei seelischen Verletzungen Kräfte der Heilung zu aktivieren. 

RESILIENZKRÄFTE SIND ERLERNBAR 

Resilienz ist eine Fähigkeit, jedoch kein stabiles Element der Persönlichkeit, sondern immer mit einem Person-Umwelt-Bezug. In der Resilienz erleben wir unsere Selbstwirksamkeit. Wir laufen mit unseren Handlungen nicht ins Leere, sondern erwirken einen positiven Effekt im Außen. 

Forschungen zeigen, dass nicht jeder Mensch unter Traumafolgen leidet. Beispielsweise zeigen die Resilienzforschungen in den 70erJahren anhand einer Langzeitstudie bei über 700 Kindern, dass trotz Alkoholismus, wenig Bildung, Armut und weiteren Risikofaktoren 35% der Kinder gute Bewältigungsstrategien entwickelt haben. Das Kennzeichen für die Entwicklung von Widerstandskräften ist mindestens eine stabile Beziehung/Bezugsperson.

Was bringt Menschen in einen Zustand, wo Resilienzkräfte nicht mehr greifen?

Bei einem Burnout sind nicht mehr ausreichend Resilienzkräfte zum Ausgleichen vorhanden. Burnout ist der körperliche und seelische Zusammenbruch. Begleitet wird der Zustand von einem Interessenverlusts, Vernachlässigung der Partnerschaft und Zukunftsängsten. Der Körper ist einem Dauerstress und bleibt im Alarmzustand gefangen. 

Wenn Resilienz nicht mehr greift, müssen sie wieder erlebt und aufgebaut werden. Ziel sind immer in erster Linie Stressabbau, Entlastung und eine Normalisierung des Alltags. Resistenter zu werden bedeutet, Risikofaktoren = Energieräuber und Regenerationsmöglichkeiten = Kraftquellen zu erkennen. 

DIE 7 SCHRITTE DER RESILIENZ 

Vom Dauerstress zur Stressreduktion sind sieben verschiedene Phasen zu beachten:

  1. Erschöpfung, Unzufriedenheit, Dauerstress und Stresssymptome > Erkennen
  2. Widerstand gegen Veränderung, Bequemlichkeit > Comfort-Zone
  3. Einsicht und echte Veränderungsbereitschaft > Handlungsbereitschaft
  4. Selbstermutigung, Motivierung, Sehnsüchte & Wünsche > Perspektiven entwickeln
  5. Konkrete Pläne > Zielsetzung
  6. Veränderungsphase und Umsetzung der Ziele > Handlung, Resilienzaktivitäten
  7. Stressreduktion, höhere Zufriedenheit > Resilienz fördernde Lebenseinstellung

IM COACHING WERDEN 7 FAKTOREN DER RESILIENZ BEARBEITET

  1. Optimismus
  2. Akzeptanz
  3. Verantwortungsübernahme
  4. Selbstwirksamkeit
  5. Netzwerke bilden
  6. Lösungsorientiertheit
  7. Zukunftsgestaltung

 

3 Fragen zum Resilienzfaktor Lösungsorientiertheit

  • Was ist deine grundsätzliche Haltung gegenüber Problemen?
  • Was sind deine wichtigsten Erfahrungen/Erkenntnisse, die du im Umgang mit schwierigen Problemen bekommen hast?
  • Über welche Fähigkeiten/Ressourcen verfügst du im Umgang mit Problemen?
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