Als ich aufhörte, es allen recht zu machen
Kurzüberblick – Klientin, 45, Schweiz
Über lange Zeit bestand das Gefühl, im Leben „falsch abgebogen“ zu sein. Starke Anpassung, Orientierung an anderen und der Versuch, es allen recht zu machen, führten zu innerer Leere, Erschöpfung und wachsender Unklarheit über die eigenen Bedürfnisse.
Anfangs war ich skeptisch, ob die therapeutische Arbeit online überhaupt tiefgehend sein kann. Diese Skepsis verschwand jedoch sehr schnell. Bereits in den ersten Sitzungen wurde für mich sichtbar, wie früh ich gelernt hatte, mich anzupassen, um dazuzugehören und Anerkennung zu bekommen.
Besonders berührend war die Erkenntnis, wie weit ich mich im Laufe meines Lebens von mir selbst entfernt hatte. Viele Entscheidungen traf ich danach, was andere brauchten oder erwarteten. Dabei wusste ich oft gar nicht mehr, was ich selbst wollte oder fühlte.
„Ich konnte zum ersten Mal spüren, wie sehr ich mich selbst verloren hatte.“
Die therapeutische Arbeit half mir, diese Zusammenhänge nicht nur zu verstehen, sondern auch zu spüren. Schritt für Schritt entstand wieder ein Kontakt zu mir selbst und zu meinen eigenen Bedürfnissen.
„Heute treffe ich andere Entscheidungen. Nicht gegen andere, sondern für mich.“
Mit der Zeit wurde vieles klarer. Ich kann heute besser wahrnehmen, was mir guttut und was nicht. Statt mich ständig an anderen auszurichten, gelingt es mir immer häufiger, meiner eigenen Wahrnehmung zu vertrauen. Das gibt mir mehr Ruhe, Orientierung und innere Stabilität.
Vor allem habe ich das Gefühl, wieder bei mir selbst angekommen zu sein.
