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Von Systemaufstellungen zur Online-Autonomie-Aufstellung

Die Wurzeln meiner heutigen Arbeit

Systemaufstellungen bilden eine wichtige Grundlage meiner therapeutischen Entwicklung. Viele Jahre habe ich mit unterschiedlichen Aufstellungsformaten in Gruppen und Einzelsitzungen gearbeitet. Aus diesen Erfahrungen und meiner traumatherapeutischen Arbeit entwickelte sich mein heutiger Schwerpunkt: die Online-Autonomie-Aufstellung.

Sie geht über das Sichtbarmachen von Beziehungen und Systemdynamiken hinaus. In einem klar strukturierten therapeutischen Prozess arbeiten wir mit drei inneren Anteilen, gesunden Grenzen und neuen emotionalen Erfahrungen. Ziel ist nicht nur ein neues Lösungsbild, sondern eine nachhaltige Veränderung der emotionalen Muster selbst.

Systemaufstellungen als Arbeit mit inneren Raumbildern

Systemaufstellungen arbeiten mit räumlichen Bildern. Mit Bodenankern, Figuren oder Stellvertretern stellt der Klient dar, wie Personen, innere Anteile oder verschiedene Aspekte eines Anliegens zueinander in Beziehung stehen. Dadurch wird ein inneres Bild im Außen sichtbar. Es entsteht Abstand zum bisherigen Erleben, Zusammenhänge werden erfahrbar und neue Perspektiven können sich zeigen.

Viele Jahre habe ich in Gruppen- und Einzelsettings mit unterschiedlichen Aufstellungsformaten gearbeitet. Diese Erfahrungen bilden eine wichtige Grundlage meiner heutigen Arbeit. Heute liegt mein Schwerpunkt auf der Online-Autonomie-Aufstellung, die räumliche Aufstellungsarbeit mit einem klar strukturierten traumatherapeutischen Prozess verbindet.

Repräsentierende Wahrnehmung – das intuitive Erleben im Raum

Ein zentrales Element der Aufstellungsarbeit ist die sogenannte repräsentierende Wahrnehmung. Stellvertreter oder der Klient selbst nehmen körperliche Empfindungen, Gefühle, Haltungen oder Bewegungsimpulse wahr, die sich an den jeweiligen Positionen zeigen.

Wie stehen die Elemente zueinander? Wo werden Nähe, Distanz, Spannung oder Blockaden spürbar?

Diese Wahrnehmungen werden nicht als objektive Wahrheit verstanden, sondern als Hinweise, die gemeinsam geprüft und in den therapeutischen Prozess eingeordnet werden. So können Beziehungsdynamiken nicht nur analysiert, sondern unmittelbar erlebt und tiefer verstanden werden.

Was mich an der Aufstellungsarbeit geprägt hat

Aufstellungsarbeit und Gestalttherapie ergänzen sich auf natürliche Weise. Beide richten den Blick auf das gegenwärtige Erleben: auf das, was sich im Hier und Jetzt zeigt, körperlich spürbar wird und bewusst werden möchte.

Zentrale Haltungen des Gestaltansatzes sind:

  1. Arbeit im Hier und Jetzt
  2. Anerkennen dessen, was ist
  3. Bewusstheit als Grundlage für Veränderung

Das gestalttherapeutische Familienstellen habe ich über mehrere Jahre bei Dr. Victor Chu in Heidelberg gelernt und durch weitere Fortbildungen in verschiedenen systemischen Aufstellungsformaten vertieft.

Wie daraus meine heutige Arbeit entstand

In der Online-Autonomie-Aufstellung verbinde ich die räumliche und körperliche Erfahrbarkeit der Aufstellungsarbeit mit einem strukturierten traumatherapeutischen Lösungsprozess. Anders als bei klassischen Systemaufstellungen geht es nicht nur darum, Dynamiken sichtbar zu machen und Lösungsbilder zu entwickeln. Die Arbeit mit drei inneren Anteilen, einer klaren inneren Grenze und neuen, der früheren Erfahrung widersprechenden emotionalen Erfahrungen setzt den Prozess der Gedächtnisrekonsolidierung in Gang. So können belastende Muster neu bewertet und abgespaltene Selbstanteile wieder integriert werden.