Selbstintegration für ein selbstbestimmtes Leben

SELBSTINTEGRATION BRINGT DICH WIEDER ZU DIR SELBST

Selbstintegration ist ein Prozess, wieder zu dir selbst zu kommen und abgespaltene Selbstanteile zu integrieren. Jeder Mensch hat einen unzerstörbaren inneren Kern und ist vollständig in sich selbst. Stress und traumatische Erfahrungen führen zu einer seelischen Spaltung und Selbstverlust. Der Kontakt zu sich selbst ist unterbrochen. Wir nehmen uns nicht mehr als vollständig wahr. Mangelempfinden und die Suche im Außen durch Kompensation sind die Folgen. Die Suche im Außen führt jedoch nicht zum gewünschten Resultat des Gefühls der Unabhängigkeit und Selbstbestimmung. Im Gegenteil zeigen sich Süchte und emotionale Abhängigkeiten, die das Problem verschärfen anstatt lösen. Selbstintegration führt wieder zu dir hin, zu deinem wahren Sein.

In der Gestalttherapie wird von einem kontinuierlichen, beständigen Selbst sowie eines relationalen Selbst ausgegangen. Das kontinuierliche Selbst geht mit dem natürlichen Empfinden des „ICH BIN“ einher, einer authentischen Persönlichkeitsschicht. Menschen spüren sehr genau, wenn sie den Kontakt zu ihrem Selbst verloren haben. Es äußert sich in Aussagen wie „Ich habe mich selbst verloren“, „Ich war da nicht ich selbst“, „Ich weiß nicht, wer ich bin“, „Da ist eine Leere, die ich nicht greifen kann.“, „Ich weiß nicht, was ich tun soll.“, „Ich weiß nicht, wie ich mich entscheiden soll.“ und in Glaubenssätzen, die sich aus den Erwartungen von anderen entwicklen und nicht aus dem wahren Selbst. Das relationale Selbst ist ein Prozess und gestaltet sich im Kontakt mit der Umwelt. Wir sind ständig in Beziehung mit unserer Umwelt und befinden uns damit in ständigen Austausch- und Entwicklungsprozessen.

ABGESPALTENE SELBSTANTEILE DURCH SELBSTINTEGRATION WIEDER VERBINDEN 

Stress, der nicht verarbeitet werden konnte und kann, zwingt den Körper und die Seele in ein Notfallprogramm. Er entwickelt sich zu einem traumatischen Stress, der die Gefühle von Ohnmacht, Hilflosigkeit, Kontrollverlust und Angst erzeugen. Das Bedrohungserleben kann nicht in einen Handlungsimpuls übergehen, wie weglaufen oder kämpfen. Das Stressprogramm wird um des Überlebenswillens zum Stillstand gebracht und die laufenden Stressreaktionen eingefroren. Das emotionale Erleben wird zum Trauma und kann nicht durch bereits vorhandene Informationsverarbeitungsprozesse integriert werden. Die Realität des Traumas wird abgespalten. Der somit nicht verarbeiteter Stress bleibt somit im psychosomatischen Netzwerk gespeichert und kann immer wieder getriggert werden. 

Die Selbstentfremdung geht auf die abgespaltenen Selbstanteile zurück. Anstatt sich vollständig zu erleben, zeigt sich eine Fragmentierung. Die einzelnen Selbstanteile stehen nicht mehr zur Gänze zur Verfügung und sind nur bedingt in der Lage miteinander in Kontakt zu treten, um das Leben und Verhalten adäquat mitzusteuern. Es zeigen sich Blockaden, Ängste, keine Entscheidung treffen können, nicht in die Handlung kommen, Mangelempfinden, Beziehungskonflikte. Die Grenzen werden immer schwammiger, brüchiger oder lösen sich ganz auf. Selbstspaltungen zeigen sich nicht nur bei Persönlichkeitsstörungen, Depressionen oder Posttraumatischen Belastungsstörungen. Auch Glaubenssätze, Abhängigkeiten, sich wiederholende Muster sind Aspekte einer fehlenden Selbstintegration, da der Bezug nicht das eigene Selbst ist, sondern Ich-Fremdes.

Selbstintegration ist daher der Weg die abgespaltenen Anteile wieder zu integrieren, um den eigenen Handlungsspielraum wieder zu vergrößern, sich frei und unabhängig wahrzunehmen und Ruhe und Stabilität zu erleben. Grenzen sind wesentlich um den eigenen Raum wieder ganz für sich zur Verfügung zu haben. Dazu müssen alle Introjekte (Ich-Fremdes) aus dem eigenen Raum entfernt werden und traumatisierte Selbstanteile wieder zurückgeholt werden. Bei traumatisierten Selbstanteilen fehlt die Grenze zwischen der Vergangenheit und Heute. Werden sie durch ein Ereignis im Außen getriggert, ist das Erleben wie zum Entstehungszeitpunkt. In Beziehungen sind beruhen die Konflikte entweder aus eigenen unbearbeiteten Themen oder man ist mehr im Raum des Anderen als bei sich selbst. 

Systemische Selbstintegration

SYSTEMISCHE SELBSTINTEGRATION 

Therapeutisch wird bei der systemischen Selbstintegration an der gesunden Grenze gearbeitet, um das Trauma als ein vergangenes Ereignis neurophysiologisch zu speichern. Damit wird es zum Teil einer Erinnerung und nicht mehr als gegenwärtiges Stressreaktionsmuster abgerufen. Mit der gesunden Grenze und des Wahrnehmen des eigenen Raums wird der Selbstkontakt wieder hergestellt und gestärkt. Die ICH-Struktur wird immer weiter aufgebaut, um durch die klaren Grenzen ein selbstbestimmtes und autonomes Leben zu führen. Die Stärkung der Struktur erfolgt durch die Nachverarbeitung von traumatischen Stress. Die unbewussten Stressoren müssen identifiziert werden, um Schritt für Schritt bearbeitet zu werden.

Methodisch hat sich hierzu die Online-Autonomieaufstellung bewährt. Die Online-Autonomie-Aufstellung mit Figuren ist eine lösungsorientierte Intensivtherapie zur Nachverarbeitung von Stress, Aufbau der gesunden Abgrenzung und Integration der Selbstanteile. Die lösungsorientierte Intensivtherapie ist durch den Lösungsalgorithmus und der fokussierten Integration der Selbstanteile sehr wirksam. Klienten berichten bereits nach den ersten Aufstellungen über die positiven Effekte.