Beziehungsprobleme lösen mit der gesunden Grenze

BEZIEHUNGSPROBLEME LÖSEN 

Beziehungsprobleme lösen, zählt zu den dominanten Anliegen in der Praxis. „Wenn mein Partner oder Partnerin endlich verstehen würde, wie sehr ich ihn oder sie liebe und was er oder sie an mir hat, dann würde die Beziehung laufen.“, „Eigentlich muss mein Freund oder Freundin mir nur das Commitment geben für die Beziehungen und dann würde ich mich sicher fühlen.“,  „Wir müssten nur mehr miteinander reden, dann könnten wir uns besser verstehen und endlich eine gute Beziehung führen.“, „Ich komme von von meinem Ex nicht los.“ So und so ähnlich zeigen sich Beziehungsdynamiken, die oft unendlich Leid produzieren und Liebesillusionen erzeugt werden, die sich häufig nicht erfüllen. 

Der Ursprung von Beziehungsproblemen und Liebesillusionen liegen in den Beziehungserfahrungen der Kindheit. Die Eltern dienen als Vorbild und man wird in Beziehungsdynamiken regelrecht hineingeboren, die uns im späteren Leben zum Verhängnis werden. Unbewusst werden die gleichen unglücklichen oder problematischen Beziehungsmodelle der Eltern wiederholt oder versucht, das genaue Gegenteil zu leben. Jedoch ist auch letzteres meistens zum Scheitern verurteilt, wenn unbewusst der Bezugspunkt die Elternbeziehung ist und nicht das Eigene. 

Seelische Verletzungen, mangelnde Liebe, fehlende Anerkennung, traumatische Erfahrungen werden in der Kindheit abgespalten, da noch nicht genug Ressourcen bereit stehen, die Erfahrungen und die überwältigenden Gefühle zu verarbeiten. Um den Schmerz nicht zu spüren, spaltet sich die Seele in gesunde und traumatisierte Anteile. Die traumatisierten Anteile werden verdrängt. Um das alles zu überstehen, werden Überlebensstrategien entwickelt, die Anpassung an die Umgebung oder Kontrolle und Dominanz beinhalten und damit das Überleben sichern. In Beziehungen werden genau diese Überlebensstrategien wiederholt, die dann zu Beziehungsproblemen führen.

ANPASSUNG ALS BEZIEHUNGSPROBLEM 

Anpassung ist ein Beziehungskiller. Gesellschaftlich ist Anpassung oft positiv besetzt. Die Personen machen keine Probleme, es gibt wenig Konfliktpotential. Sie kommen gut in Gruppen an, da sie hilfsbereit sind, gute Zuhörer, viel Verständnis haben und sich selbstlos um andere kümmern. Immer um den Preis ihrer eigenen Bedürfnisse. So stehen in Beziehungen die Bedürfnisse des Partners oder der Partnerin über den Eigenen. Die Bedürfnisse des anderen können regelrecht von den Augen abgelesen werden. Diese Form der Empathie, manchmal auch der telepathischen Fähigkeiten, wird bewusst oder unbewusst oft als moralische Überlegenheit erlebt und ist positiv besetzt.

Der Schlüssel für Beziehungsprobleme ist dann, der Partner oder die Partnerin möge sich doch auch so einfühlen können wie man selbst. Doch genau das ist die Fehlannahme und das eigentliche Problem. Es kommt zur Überanpassung, welche ein Aspekt eines destruktiven Symbiosemusters ist. Die notwendige Grenze zwischen Paaren verschwimmt. Die Verbindung zum Eigenen geht verloren, man verliert an Identität und an Attraktivität. Man ist mehr in dem Raum des anderen Zuhause als bei sich selbst, d.h. man kennt sich beim anderen besser aus als bei sich selbst. 

Die eigenen Bedürfnisse geraten immer mehr in den Hintergrund. Oft werden auch die Meinungen und Vorstellungen des anderen übernommen ohne den eigenen Standpunkt zu kennen oder zu vertreten. Die Aufmerksamkeit liegt mehr beim anderen, was die Person tut oder nicht tut, was sie denkt, fühlt oder braucht. Man ist schwer in der Lage sich abzugrenzen oder auch andere zu enttäuschen. Schuldgefühle sind keine Seltenheit. Es ist schwierig eigene Entscheidungen zu treffen und wegen Kleinigkeiten wird lange gegrübelt. Der innere Kompass und die Selbstverbindung gehen verloren. Damit wird man emotional abhängig, was auf Dauer unweigerlich zu Beziehungsproblemen führen muss. Oder man gibt sich selbst auf und bleibt im Modus der Anpassung zum Erhalt der Beziehung – mit dem Preis des Selbstverlusts. Vielleicht herrscht auch der Glaube, wenn man sich nur noch mehr anstrengt, lieb und nett ist, dann müsste mein Gegenüber doch sehen, was er oder sie an mir hat. Eine Begegnung auf Augenhöhe wird damit ausgeschlossen.

DESTRUKTIVE BEZIEHUNGSDYNAMIKEN 

Die destruktiven Beziehungsdynamiken entstehen durch die unzureichende emotionale Autonomieentwicklung, deren Grundsteine in den frühen Beziehungserfahrungen gelegt werden. Emotionale Leere und Kälte, überforderte Eltern, Verlusterfahrungen, existentielle Nöte, Gewalt, Missbrauch, Familiengeheimnisse und übernommene Traumata aus früheren Generationen prägen das eigene Beziehungserleben und -verhalten.

Angst sich einzulassen und zu öffnen, Angst sich jemanden wirklich anzuvertrauen, Sucht nach der Liebesbestätigung durch andere, Verlustängste, übersteigerte Erwartungen an Beziehungen, Nicht-Loslassen-Können, Kontrollsucht führen zu Beziehungsproblemen, die die Folge einer mangelnden Autonomieentwicklung ist.

BEZIEHUNGSPROBLEME LÖSEN MIT MEHR AUTONOMIE

Autonomie ist der wahre Schlüssel um Beziehungsprobleme zu lösen. Indem man aus dem Anpassungsverhalten aussteigt und eine gesunde Verbindung zu sich selbst aufbaut. Es ist der Zugang zur eigenen inneren Stärke, Kraft und Zuversicht. Je stärker das eigene Autonomieerleben ist, desto stärker ist das Vertrauen in sich selbst und die Selbstwirksamkeit. 

Autonomie heißt, sich gut abgrenzen können, Nein-sagen zu können, sich zu trennen und sich überhaupt auf eine Beziehung einlassen zu können. Es bedeutet auf eine gesunde Art und Weise Verantwortung für sich selbst zu übernehmen und sich selbst und anderen mit Würde, Achtung und Respekt zu begegnen. In der Beziehung bleibt man sich selbst treu und kann Grenzen setzen und Grenzen achten. In der Begegnung auf Augenhöhe herrscht eine gesunde Balance zwischen Nähe und Distanz und Kooperationen sorgen dafür, das Bedürfnisse aller Beteiligten ihren Platz bekommen. 

Die Fähigkeit der Autonomie mit der damit verbundenen Grenze bedeutet nicht, dass wir uns anderen Menschen gegenüber verschließen, sondern genau das Gegenteil. Wir bleiben offen für andere Menschen, genauso wie für uns selbst.

Beziehungsprobleme lösen
Autonomie-Aufstellung

BEZIEHUNGSCOACHING ONLINE MIT AUFSTELLUNGEN

Das Beziehungscoaching online ist ein systemisches Aufstellungsformat. Mit Hilfe von Lösungssätzen steigen die Klienten aus dem destruktiven Anpassungsmodus aus, um wieder bei sich selbst anzukommen und dem Partner wieder auf Augenhöhe begegnen zu können.

Das Beziehungscoaching online mit Figuren (Holzklötze als Stellvertreter) findet online via Videokonferenz statt.

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